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Kritik nach Sturzfestival ebbt nicht ab

Vor den Olympischen Spielen in Sotschi müssen die Organisatoren vor allem noch die Biathlonstrecken entschärfen

  • Von Sandra Degenhardt, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Am Biathlontempel von Sotschi scheiden sich die Geister. Baulich setzt das Megastadion »Laura« neue und in dieser Dimension wohl nie wieder erreichbare Maßstäbe. Doch Gigantismus interessiert die Sportler beim Kampf um olympische Medaillen nur wenig. Das viel Entscheidendere sind die Strecken: Und für die ernteten die russischen Olympiabauer massenhaft Kritik. »Die Verantwortlichen müssen hier ganz sicher noch was machen. Im Einzel war ich der Einzige in unserem Team, der nicht gestürzt ist«, mahnte der französische Gesamtweltcupsieger Martin Fourcade.

Die Loipen in den Bergen des Kaukasus' sind wohl die anspruchsvollsten im Biathlon. »Ich wusste, dass sie schwer sind. Aber so schwer, das habe ich nicht erwartet«, meinte Darja Domratschewa aus Belarus nach dem Olympiatest. Andrea Henkel gab zu bedenken: »Bei Olympia darf jeder starten. Nicht so gute Läufer sollte man vielleicht nicht auf diese Strecken lassen. Und selbst ich hatte in manchen Kurven etwas Angst.«

Natürlich brauchen Olympische Spielen ein herausforderndes Profil. Doch die Russen haben in der Höhe von 1430 Metern übertrieben: Die Anstiege sind zu steil und lang, die Abfahrten zu schnell, die Kurven zu eng. Immer wieder gab es Stürze. »Ich glaube nicht, dass wir solche Bilder gebrauchen können. Die Zuschauer denken noch: Können die nicht Ski fahren?«, meinte Frauentrainer Gerald Hönig. Beim Test reagierten die Organisatoren und entschärften einige Passagen. Renndirektor Franz Berger erklärte, dass an den Strecken im Sommer noch gebaut wird: »Das Profil ist noch nicht so, wie wir es haben wollen.«

Komplett ungelegen kommen die Strecken den Deutschen aber auch nicht. Denn sie spielen starken Läuferinnen wie Miriam Gössner in die Karten. »Das ist genau mein Ding, hier kann ich meine Stärken ausspielen. Ich freue mich auf die Spiele«, meinte die dreimalige Saisonsiegerin Gössner optimistisch. Bei der WM hatte sie noch über zu leichte Strecken in Nove Mesto geklagt. Allen kann man es ohnehin nie recht machen.

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