Familiengipfel der leeren Worte

Ministerin Kristina Schröder (CDU) fordert Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit

  • Von Grit Gernhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bundesregierung, DGB und Wirtschaft sprachen in Berlin mal wieder über die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf - einziges konkretes Ergebnis ist ein regelmäßiger Bericht.

Die Themen Kinder und Familie machen sich im Wahlkampf immer gut, um die soziale Seite der jeweiligen Regierung herauszustellen. Solche Gedanken mögen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Parteikollegin Bundesfamilienministerin Kristina Schröder umgetrieben haben, als sie sich am Dienstag mit Vertretern von Wirtschaft und Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) trafen. Hauptthema des »Familiengipfels« sollte die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein. Vor allem sei es notwendig, mehr Teilzeitstellen zu schaffen, so Schröder im Vorfeld.

Auch über die betriebliche Kinderbetreuung wollte die Ministerin mit den Unternehmervertretern sprechen. Im ARD-Morgenmagazin zeigte Schröder sich kämpferisch: Bei Betriebskitas sei die »Wirtschaft echt in der Pflicht«, sie könne »nicht immer nur nach dem Staat rufen«. Dass dieser Ansage aber konkrete Schritte folgen würden, war unwahrscheinlich. Immerhin kündigte Schröder einen...


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