Winter macht S-Bahn und Fahrgästen zu schaffen

(dpa/nd). Schnee und Eis setzen der Berliner S-Bahn weiterhin zu und verlangen den Fahrgästen in weiten Teilen des Netzes viel Geduld ab. Zusätzlich verschärfte am Dienstag ein Schienenbruch am Potsdamer Platz die Situation im Zugverkehr: Es kam nun auch auf den Nord-Süd-Linien S1, S2 und S25 zu Verspätungen. Das gebrochene Schienenstück wurden provisorisch gesichert und soll während der Betriebspause in der Nacht zum Mittwoch ausgetauscht werden, wie ein Bahnsprecher mitteilte.

Wegen einer Signalstörung im Bereich Nöldnerplatz mussten auch die Fahrgäste auf den Linien S5, S7 und S75 zeitweise teilweise langen Verspätungen in KAuf nehmen. Die S45 fuhr gar nicht. Die S46 verkehrte nur zwischen Königs Wusterhausen und Südkreuz.

Die gebrochene Schiene wurde am Dienstagmorgen im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn entdeckt. Die Bruchstelle liegt nur zehn Meter vom Bahnsteig an Gleis vier in der Station Potsdamer Platz entfernt, wo die Züge schon kein hohes Tempo mehr haben. Gleisenden und Gleisunterbau seien soweit abgesichert worden, dass die Züge vorläufig mit Tempo 20 die Bruchstelle passieren könnten, erläuterte ein Bahnsprecher. In der Nacht sollte ein zwei Meter langes neues Stück in den Schienenstrang eingeschweißt werden. Nach Auskunft der Deutschen Bahn sind Schienenbrüche zumeist auf Temperaturschwankungen zurückzuführen.

Am Dienstag hatte die S-Bahn 486 Viertelzüge mit jeweils zwei Wagen im Einsatz. Am Montag, als der Wintereinbruch den S-Bahnverkehr auch schon erheblich behinderte, waren es noch 501 Viertelzüge. Derzeit machen der S-Bahn in erster Linie ihre unter dem Spitznamen »Coladose« bekannten Züge der Baureihe 485 zu schaffen. Eis und Schnee verursachten bei diesem Fahrzeugtyp wieder vermehrt Motorschäden und Türstörungen, sagte ein Bahnsprecher. Die Bahn verwies aber darauf, dass die Verkehrssituation immerhin besser sei als vor zwei Jahren. Am 11. März 2011 etwa habe man nur 413 Viertelzüge auf die Schienen bringen können.

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