Die Stunde der Wahrheit

Der Journalist Werner Sonne über deutsche Staatsräson, Israels Probleme, Antisemitismus und Antizionismus

Werner Sonne begann seine journalistische Laufbahn beim »Kölner Stadt-Anzeiger«, wechselte 1968 zum Westdeutschen Rundfunk und berichtete in den 80er Jahren als ARD-Auslandskorrespondent aus Washington und Warschau. Ab 1999 beim ARD-Hauptstadtstudio Berlin tätig, hat er alle Spitzenpolitiker des Landes interviewt. Auf der Leipziger Buchmesse stellt der im vergangenen Jahr in Rente gegangene, jedoch weiterhin aktive Publizist sein neues Buch vor: »Staatsräson? Wie Deutschland für Israels Sicherheit haftet« (Propyläen, 256 S., geb., 19,99 €). Mit Werner Sonne sprach Karlen Vesper.

nd: Sie haben zwei Romane zu jüdischen Schicksalen geschrieben. Nun ein Sachbuch über Israel und die Deutschen. Weil Sie als Katholik um die Mitschuld der Kirche am Holocaust wissen?
Sonne: Ich bin Jahrgang '47 und gehöre einer Generation an, die in die Ruinen des Zweiten Weltkriegs geboren wurde und wissen wollte: Wie konnte das passieren? Zum anderen bin ich beruflich oft in Israel gewesen. Als junger Radioreporter habe ich im Jom-Kippur-Krieg 1973 erlebt, was es für dieses kleine Land bedeutet, wenn es von allen Seiten angegriffen wird.

Darf man fragen, wie sich Ihre Eltern in der NS-Zeit verhielten?
Meine Familie stammt aus dem katholischen Hunsrück, wo man eher Nazi-kritisch war. Ein Onkel ist nur knapp dem KZ entronnen; er hat alliierte Feindsender gehört. Meine Großmutter hat die Nazis aus der Wohnung gejagt, als sie ihr das Mutterkreuz anhängen wollten: »Was soll mir das?« Mein Vater war nicht freiwillig in der Weh...

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