Marlene Göring 14.03.2013 / Wirtschaft und Umwelt

Bis zum süßen Ende

Edeka-Mitarbeiter in Wolfsburg entlassen ihren Chef

Sie sind die Helden von Wolfsburg. Weil die Arbeitsbedingungen immer schlechter wurden, starteten Edeka-Angestellte eine Kampagne gegen ihren Chef. Nach nur fünf Monaten gewannen sie - und werden nun wieder nach Tarif bezahlt.

Vier »Helden« von Wolfsburg: Ulrike Kerber, Jasmin Sieger, Fritz Bartsch, Marc Löche (vlnr.)

»Lasst uns feiern«, sagt ver.di-Sekretärin Katharina Wesenick an diesem Morgen. Sie und der Aktivenkreis der Belegschaft von Edeka-Grimmann in Wolfsburg sind heute Helden. Kaffee und Witze werden bei dem Treffen hin- und hergereicht. Gemeinsam haben sie es geschafft: Der Chef, Friedel Grimmann, muss gehen. Ab dem 1. April gehören die vier Wolfsburger Märkte wieder zur Edekazentrale Hannover-Minden. Das heißt auch: Tarifbindung für die Beschäftigten, Einhaltung der Betriebsvereinbarungen und Renovierung der maroden Einkaufszentren. Katharina Wesenick ist stolz, »dass wir hier immer noch alle sitzen und alle bis zum süßen Ende durchgehalten haben«. Gleichzeitig ist es das Ende eines Arbeitskampfes, der am Ende zwar nur fünf Monate gedauert hat. Die Zustände, gegen die er sich richtete, haben sich aber seit Jahren immer weiter verschlechtert. Bis sie schließlich unhaltbar waren.

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