Gefräßige Elite

Die wachsende Macht der Spitzenklubs in der Fußball-Bundesliga lässt die Konkurrenz verzweifeln

  • Von Frank Hellmann
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Spanische Verhältnisse in der Bundesliga? Der FC Bayern, Dortmund und Schalke vereinen 40 Prozent des gesamten Ligaumsatzes auf sich. Ein Spitzenspieler ist so teuer wie der gesamte Kader des Tabellenletzten aus Fürth. Dies scheint erst der Anfang einer Entwicklung sein.

Es klang aus dem Mund von Martin Kind wie eine Drohung. »Wir werden, wenn es sein muss, in Verhandlungen gehen. Da haben wir sehr konkrete Überlegungen und werden kein pflegeleichter Gesprächspartner sein.« Soll bloß keiner hinterher sagen, Hannover 96 habe Mame Diouf verramscht. Denn was Hannovers Präsident jüngst aussprach, war nichts anderes als die Eröffnung eines unvermeidlichen Pokerspiels mit Borussia Dortmund. Seit der Torjäger mehrfach modifizierte Vertragsangebote platzen ließ und gleichzeitig der BVB-Trainer Jürgen Klopp sein Interesse an dem Senegalesen signalisierte, scheint der Lauf der Dinge vorgezeichnet. Irgendwann im Sommer werden sich die Parteien auf eine Ablöse einigen. Und die Niedersachsen wären einen ihren Besten los.

So verzweifelt wie Kind hat sich auch Heribert Bruchhagen angehört, als dem Vorstandsvorsitzenden von Eintracht Frankfurt kürzlich auf einem Kongress in Düsseldorf der Kragen platzte. »Sel...


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