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»My Lai« rüttelte die USA-Bevölkerung wach

Das Massaker von Son My, das sich heute zum 45. Mal jährt, wurde zum Signal für die Friedensbewegung

  • Von Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

1969 war es, als Bilder und Berichte vom Massaker in »My Lai« bewiesen, dass die Friedensbewegung in den USA Recht hatte. Sie trugen zu einem Stimmungsumschwung in der Bevölkerung des Landes bei.

Am Morgen des 16. März 1968 trieben Soldaten unter dem Kommando Leutnant William Calleys die Bevölkerung des südvietnamesischen Dorfes Son My zusammen. Auf den Karten der 11. Infanteriebrigade der USA-Armee waren die Weiler der Gemeinde unter dem Namen My Lai verzeichnet und nummeriert - von My Lai 1 bis My Lai 6. Was später als das »Massaker von My Lai« in die Geschichte eingehen sollte, geschah in My Lai 4 und My Lai 2: 504 unbewaffnete Zivilisten, Frauen, Kinder, Jugendliche und Greise, wurden von Calleys Leuten niedergemetzelt, mit Sturmgewehren, Granaten, Bajonetten.

Es war nur eine von zahlreichen Search-and-Destroy-Operationen, durch »Aufspüren und Vernichten« des »Vietcong« - Kurzwort für vietnamesische Kommunisten - wollten die USA den Krieg gewinnen. Es gab in diesem Krieg weitere, vielleicht noch schlimmere einzelne Verbrechen. Aber die Bilder und Berichte von Son My-My Lai, die später in die Öffentlichkeit gerieten...


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