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In Hass und Liebe zum Kommunismus

Mario Keßler hat eine kritische Biografie über Ruth Fischer verfasst

  • Von Klaus Kinner
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der den Lesern dieser Zeitung und historisch Interessierten als Autor wohlbekannte Mario Keßler hat ein erstaunliches Buch vorgelegt. Erstaunlich aus drei Gründen: Erstens wegen des Themas; Ruth Fischer ist heute nur noch wenigen bekannt. Zweitens wegen der Materialdichte, drittens wegen des Umfangs.

In Leipzig geboren, in Wien aufgewachsen, entwickelte sich die ältere Schwester von Gerhart und Hanns Eisler in der ersten Hälfte der 20er Jahre zu einer Führungsfigur des deutschen Kommunismus. Nach Rosa Luxemburgs tragischem Ende in der Gründungsphase der KPD war sie die erste Frau an der Spitze einer Organisation, die in ihrer Zeit zur weltweit größten kommunistischen Partei außerhalb Sowjetrusslands anwuchs. Als eine führende Vertreterin des ultralinken Flügels in der KPD ist ihr Wirken an deren Spitze jedoch überwiegend kritisch zu bewerten. Mario Keßler schreibt zutreffend: »In ihrer Person bündeln sich Aufstieg und Elend de...


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