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Drei-Klassen-Gesellschaft an Bord

Das Matrosenleben ist oft ein Albtraum: verschimmelter Proviant, Billigheuer - und wer krank wird, fliegt

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Handelsschifffahrt ist ein globales Geschäft wie kein zweites. Viele Seeleute schuften jedoch unter miserablen Bedingungen. Das Seearbeitsüber-einkommen soll wenigstens Mindestsozialstandards durchsetzen.

Matrose ist kein Traumjob. Mindestens 13 bis 14 Stunden täglich schuften philippinische Matrosen auf deutschen Handelsschiffen. Der vietnamesische Hilfskoch verarbeitet verschimmelten Proviant und verbringt seinen kurzen Feierabend an Bord eines malaysischen Frachters in einer fensterlosen Kleinkabine mit zwei Kollegen. Und der argentinische Schiffsmechaniker pflegt monatelang Tag für Tag tief unterhalb der Wasserlinie bei brütender Hitze viele Kilometer Rohre.

Hinter der immer noch schillernden Fassade der Seefahrt sind die Bedingungen für die Masse der Mannschaften oft erbärmlich. Kapitän und Offiziere, Matrosen, Mechaniker und Köche an Bord stammen zudem häufig aus einem Dutzend Länder; jeder vierte Matrose weltweit ist auf den Philippinen zu Hause. Die meisten Seeleute, die monatelang am Stück unterwegs sind, sind verheiratet und viele haben Kinder. Recruiting-Büros von Reedereien und »Menschenhändler«, wie Kenner der Zust...


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