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Im Streit mit sich selbst

Preis für Menasse

Der Romancier und Essayist Robert Menasse wird am Mittwoch mit dem Heinrich-Mann-Preis der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet. Neben seinen literarischen und philosophischen Leistungen werde mit dem Preis auch Menasses Engagement und Einstehen für Europa geehrt, erklärte die Akademie am Montag in Berlin. In seinem vor kurzem erschienenen Großessay »Der Europäische Landbote« habe er überzeugend den Vorwurf widerlegt, Intellektuelle hätten zu Europa nichts zu sagen.

»Als skeptischer, vom Leben belehrter Schriftsteller weiß Menasse, dass keine historische Vernunft Europa hilfreich zur Seite steht und der Union eine aussichtsreiche Zukunft garantiert«, heißt es in der Begründung. Doch als Philosoph weigere er sich, dem Pessimismus und der Unvernunft das Feld zu überlassen. Es sei ein Vergnügen, Robert Menasse bei diesem inneren Widerstreit zuzuschauen.

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft. 1980 promovierte er mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lebt hauptsächlich in seiner Geburtsstadt Wien. Der mit 8000 Euro dotierte Heinrich-Mann-Preis wird jährlich am 27. März, dem Geburtstag des Schriftstellers (1871-1950), vergeben. Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderem der Berliner Schriftsteller Uwe Kolbe (2012) und der Schauspieler Hanns Zischler (2009). epd

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