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Magdeburgs OB schlägt Alarm

Rigides Sparprogramm für Hochschulen kritisiert

Magdeburg (dpa/nd). In der Auseinandersetzung um die Sparziele der Landesregierung Sachsen-Anhalts erhalten die Hochschulen Rückendeckung von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). Ganze Regionen drohten auszubluten, wenn die Pläne verwirklicht würden und die Zahl der Studenten im Land von 55 000 auf 35 000 im Jahr 2025 sinke. »Es geht hier wirklich um die Existenz, die Zukunftsfähigkeit der Stadt«, sagte Trümper am Montag.

Nach Vorschlägen von Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) und Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) sollen die Hochschulen vom Jahr 2015 an jährlich fünf Millionen Euro zusätzlich einsparen. Bis 2025 soll sich die Kürzung somit auf 50 Millionen Euro im Jahr steigern. Der Hochschuletat liegt derzeit - ohne Uni-Kliniken - bei mehr als 300 Millionen Euro im Jahr. Den Vorschlägen zufolge wird zugleich die Studentenzahl - auch wegen der demografischen Lage - auf 35 000 sinken.

Trümper sagte, allein für die Landeshauptstadt bedeuteten die Pläne einen Rückgang der Studentenzahl von 20 000 auf 12 000. Dabei seien Wissenschaft und Wirtschaft die beiden Schwerpunkte, die die Stadt setzen wolle. Es mache keinen Sinn, erst 50 Millionen Euro extra in die Kinderbetreuung zu stecken und diese Summe dann den Hochschulen abzuziehen.

Der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität, Jens Strackeljan, sagte, die Hochschulen müssten ohnehin Personal abbauen und sparen. Die Zusatzforderung sei zu hoch. Der Prorektor der Hochschule Magdeburg-Stendal, Jan Mugele, erklärte, der Kaufkraftverlust durch den Wegfall der Studenten sei Untersuchungen zufolge mehr als dreimal so hoch wie die Einsparsumme. Trümper forderte das Land auf, angesichts niedriger Zinsen jetzt zu investieren.

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