Leben im Tempodrom

Der Zeitforscher Karlheinz A. Geißler rät: Enthetzt Euch! Aber wie?

Die Zeit rennt. Oder rennen wir? Das Leben beschleunigt sich, und auch psychische Erkrankungen nehmen rasant zu. Der Zeitforscher Karlheinz A. Geißler sagt: Alles, was wir der Zeit antun, tun wir uns selbst an.

nd: Herr Prof. Geißler, Samstagnacht ist es wieder so weit: Wir stellen die Uhr um eine Stunde vor. Sie haben schon mehrfach angeregt, diesen administrativen Akt auf den Sonntagnachmittag zu verlegen. Was hätten wir davon?
Geißler: Wir würden diese Stunde, die uns sozusagen genommen wird, nicht verschlafen, sondern könnten erleben, wie es ist, wenn sie fehlt - sie also vermissen. Wir würden vielleicht, wenigstens einen Augenblick lang, darüber nachdenken, wie wir mit unserer Zeit umgehen.

Haben Sie eine Ahnung, weshalb man Ihren Vorschlag nicht aufgreift?
Weil es eine Machtfrage ist. Früher haben die Landesregierungen darüber entschieden, was die Stunde schlägt, heute ist es Brüssel. Die Uhr ist dazu da, die Welt zu organisieren.

Von der Uhr scheinen Sie keine besonders hohe Meinung zu haben.
Der Chronometer ist eine von Menschen gemachte Mechanik, eine Art Prothese, um Zeit sichtbar zu machen. Aber über das Wesen ...


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