Steffen Schmidt 30.03.2013 / Inland

Aus dem Wald in die Welt

Wie die Idee einer umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung entstand

Die inzwischen zum Allerweltsbegriff verwaschene Idee der Nachhaltigkeit kam ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Der sächsische Oberberghauptmann Hanns Carl von Carlowitz entwickelte das Konzept in seinem vor 300 Jahren, zur Leipziger Ostermesse 1713, erschienenen Buch »Sylvicultura Oeconomica«. 1987 im Brundtland-Bericht und 1992 beim Erdgipfel in Rio wurde der ursprüngliche ökonomische Ansatz zum Konzept der sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung erweitert.

Am Anfang stand eine Energie- und Rohstoffkrise. Die Rede ist allerdings nicht von der Ölkrise 1972 oder dem drohenden Höhepunkt der Erdölförderung heute, sondern vom absehbaren Holzmangel in Sachsen und Bayern zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Und so wie die Ölkrise des späten 20. Jahrhunderts Grenzen des Wachstums offenbarte, erkannten auch in der Holzkrise des frühen 18. Jahrhunderts einige kluge Köpfe, dass man nicht weiterwirtschaften könne wie bisher. Einer davon, der Freiberger Oberberghauptmann Hanns Carl von Carlowitz (1645-1714) entwickelte in seinem 1713 erschienenen Buch »Sylvicultura Oeconomica« das Konzept der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft. Die Grundidee: nur so viele Bäume zu fällen, wie in der gleichen Zeit nachwachsen, so »dass eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung« möglich ist.

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