Werbung

Pharmariese Novartis unterliegt im Patentstreit

Wichtiges Urteil für medizinische Versorgung mit günstigen Generika / Ärzte ohne Grenzen: »Erfolg für Patienten in ärmeren Ländern«

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin (Agenturen/nd). Nach der Zurückweisung einer Patentklage des Schweizer Pharmakonzerns Novartis durch den Obersten Gerichtshof in Indien hat die Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« von einem »wichtigen Erfolg für Patienten in ärmeren Ländern« gesprochen. Hätte Novartis gewonnen, wären die Produktion erschwinglicher Generika in Indien stark behindert und der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten für Millionen Menschen weltweit erschwert worden, erklärte Oliver Moldenhauer von »Ärzte ohne Grenzen«.

Indiens Oberster Gerichtshof hatte am Montag entschieden, dass das Novartis-Krebsmedikament Glivec nicht die für den Patenschutz notwendige Anforderung einer merklichen Verbesserung gegenüber Vorgängerpräparaten erfüllt. Sie bestätigten damit die Ansicht der indischen Patentbehörden, gegen die Novartis sieben Jahre lang juristisch vorgegangen war. Im Jahr 2005 hatte Indien ein Gesetz eingeführt, das Pharmafirmen kein Patent gewährt, wenn sich ein neues Medikament nur gering von bereits existierenden Präparaten unterscheidet.

Novartis teilte in Neu Delhi mit, das Urteil sei innovationsfeindlich. Dagegen zeigten sich generika-Hersteller nach dem Urteil zufrieden. Indien ist der weltgrößte Generikaproduzent und gilt als »Apotheke der Entwicklungsländer«.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen