Es konnte jeden treffen

Alexander Vatlin über die »Deutsche Operation« in Stalins Sowjetunion vor 75 Jahren

Alexander Vatlin, Professor am Lehrstuhl für Neue und Neuste Geschichte der Lomonossow-Universität Moskau und Mitglied des Internationalen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung, stellte dieser Tage in Berlin sein neues Buch »›Was für ein Teufelspack.‹ Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941« vor (Aus d. Russ. v. Wladislaw Hedeler, Metropol Verlag, 359 S., geb., 24 €). Auf der Grundlage von über 700 Strafakten im russischen Staatsarchiv berichtet er über Verlauf und Auswirkungen der »Deutschen Operation« des NKWD, schildert Schicksale von Politemigranten und Facharbeitern sowie deren Familienangehörigen. Mit Alexander Vatlin sprach Karlen Vesper.

nd: Sie sind öfters in Deutschland und haben gewiss die Diskussion um die Gedenktafel zur Erinnerung an in Stalins Sowjetunion verhaftete, ermordete oder im Gulag internierte deutsche Politemigranten verfolgt. Wie stehen Sie dazu?
Vatlin: Ich finde das sehr wichtig. Ich war vor zwei Jahren bei der Veranstaltung im Haus der Demokratie in Berlin, als diese Idee geboren wurde. Es ist gut, wenn sie jetzt endlich umgesetzt wird. Und natürlich wäre das Karl-Liebknecht-Haus der richtige Ort.

Wissen Sie, vor kurzem, zu Stalins Todestag am 5. März, überschlugen sich die russischen Medien mit Porträts und Dokumentationen. Nein, sie waren nicht hagiographisch, aber doch nur auf Stalin fokussiert. Kaum ein Wort fiel über die Opfer. Sie sind wieder vergessen. Und das ist schlimm. Eine Initiative wie diese in Deutschland findet daher meine vollste Unterstützung.

In Russland interessieren die Opfern Stalins nicht mehr?
Die Mehrheit...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1862 Wörter (12823 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.