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Märchen vom Schaf

Silvia Ottow über Korruption im Gesundheitswesen

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Der Blumenstrauß für Schwester Ursel zum Frauentag dürfte auch künftig unbedenklich sein. So manches andere allerdings, was in Arztpraxen herübergereicht wird, ist es wert, abgeschafft zu werden: Geld, Vergünstigungen, Arzneien, Geschenke. Die werden dafür gegeben, bestimmte Produkte zu bevorzugen. Das ist nicht die unabhängige Auswahl einer Therapie, die ein Patient von seinem Arzt, seinem Krankenhaus oder seinem Apotheker erwartet. Jeder weiß, dass in der Branche bestochen wird, auch wenn es schick ist, das zurückzuweisen und ein ums andere Mal das Märchen vom Schwarzen Schaf vorzulesen.

Millionen- oder Milliardenschäden - hier streiten sich die Experten noch, was sehr schön zeigt, wie intransparent und unübersichtlich der Gesundheitsmarkt ist - sind kein Kavaliersdelikt, denn sie gehen zu Lasten der Versichertengemeinschaft. Sie werden ganz gewiss nicht von ein paar Schafen verursacht, so oft dieser abgenutzte Spruch auch wiederholt wird. Eher sind sie das Ergebnis einer rücksichtslosen marktwirtschaftlichen Orientierung, die Verkauf und Gewinn um jeden Preis zum Ziel hat, wo eigentlich Vernunft und Beschränkung angesagt sein müssten. Und diesen Zustand verwaltet die Politik, anstatt ihn wirksam zu bekämpfen. Zum Beispiel durch Korruptionsregeln, die ein Hintertürchen offen lassen.

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