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Zurück auf Kurs EM 2014

Die deutschen Handballer siegen 28:23 im zweiten EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien

Drei Tage nach der Niederlage in Brno gewannen die deutschen Handballer in Halle (Westfalen) gegen Tschechien. Nach dem zweiten Sieg im vierten Qualifikationsspiel sind sie zurück auf Kurs Europameisterschaft 2014.

Jubel gab es nur auf den Rängen. Die 9000 Fans in der Gerry Weber-Arena feierten den klaren 28:23 (15:12)-Sieg der deutschen Handballnationalmannschaft gegen Tschechien, die Revanche für die 22:24-Niederlage am Donnerstag in Brno. Jubel bei den deutschen Handballern gab es nicht.

»Wir haben wieder mal bewiesen, dass wir unter extremem Druck nicht zerbrochen sind«, sagte Michael Haaß, der Spielmacher aus Göppingen. »Wir sind alle erleichtert«, gab Bundestrainer Martin Heuberger zu. »Heute haben wir kühlen Kopf in den Stresssituationen bewiesen. Wir haben viele Lösungen gegen diese starke tschechische Deckung gefunden.« »Das war enorm wichtig, dass wir heute gewonnen haben, auch den direkten Vergleich gegen Tschechien«, sagte Torwart Silvio Heinevetter (Berlin), der mit 15 Paraden einen guten Tag erwischt hatte. Auch Horst Bredemeier, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), war zufrieden. »Das war in Ordnung. Ich bin sicher, dass wir die Qualifikation für die EM 2014 in Dänemark schaffen werden.« Die Lage für den DHB, der wie Tschechien 4:4-Punkte aufweist, war schon am Sonnabend durch den 28:25-Sieg Israels gegen Montenegro verbessert worden. Zwei Siege im Juni in Montenegro und gegen Israel reichen nun für die EM-Teilnahme.

Die Deutschen waren extrem nervös gestartet. In den ersten Minuten entwickelten sie keinerlei Druck auf die tschechische Abwehr. Doch der deutsche Handball wurde nicht beerdigt. »Kompliment an das Team, wie es dann reagiert hat«, so Haaß. Ein Treffer des Flensburgers Steffen Weinhold leitete den Umschwung ein. Und die erste Zeitstrafe gegen die Tschechen nutzte das Team durch Sven-Sören Christophersen (Füchse) und Weinhold zum 7:6 zur ersten Führung (13.). Nun stand die deutsche Deckung, die von Haaß und Patrick Wiencek (Kiel) organisiert wurde. Die vielen Ballgewinne nutzte die deutsche Auswahl konsequent zu Schnellangriffen, die Wiencek oder Patrick Groetzki (Löwen) seriös verwandelten. »Das war viel besser als in Brno«, sagte Heuberger. So setzte sich der Gastgeber bis auf 15:11 (29.) ab. Es lief alles nach Fahrplan. Und anders als in Brno, als die Deutschen die zweite Halbzeit verschlafen hatten, waren sie nun sofort wach. Wiencek, der eines seiner besten Länderspiele zeigte, traf per Heber. »Er hat Kapitän Oli Roggisch mehr als ersetzt«, lobte ihn Heuberger. Weinhold hämmerte dann einen Ball aus dem Rückraum ins kurze Eck. Als Weinhold zum 19:13 (37.) einnetzte, ließen einige Tschechen schon die Köpfe hängen.

»Wir hatten heute die nötige Unterstützung aus dem Rückraum«, sagte Heuberger und lobte auch den Halblinken Christophersen, der am Ende die entscheidenden Treffer markierte. Der deutsche Handball, so die Erkenntnis in Halle, ist noch am Leben.

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