Lotterie der Chromosomen

Die Natur geht bei der Prägung der Geschlechter mitunter sehr verschwenderisch zu Werke

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Diese Frage stellen sich werdende Eltern schon seit uralten Zeiten. Und nicht wenige waren versucht, die Entscheidung der Natur nach ihren Wünschen zu beeinflussen. Denn bereits der griechische Philosoph Anaxagoras hatte behauptet, dass der Samen des linken Hodens Mädchen, der des rechten Jungen hervorbringe. Noch im Mittelalter ließen sich französische Adlige deshalb ihren linken Hoden abschnüren oder zur Sicherheit gleich ganz entfernen, um den ersehnten Stammhalter zu zeugen.

Doch es half nichts. Nur in rund der Hälfte aller Fälle führte diese Verstümmelung zum Erfolg. Denn die Prägung des menschlichen Geschlechts hängt vom Zufall ab, der sich über das XX/XY-Chromosomensystem realisiert. Die Eizelle der Frau trägt dabei stets ein X-Chromosom, das Spermium des Mannes ein X- oder Y-Chromosom. Kommt es bei der Befruchtung zur Kombination XX, entsteht ein Mädchen. Bei der Kombination XY entwi...

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