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Amphibien unterwegs

Kröte, Frosch und Co. werden munter

(nd). »Mit fast einmonatiger Verspätung sind die heimischen Amphibien wieder auf Hochzeitsreise!«, berichtete gestern der Naturschutzbund NABU Berlin. Die milden Temperaturen der letzten Tage hätten dazu geführt, dass die jährliche Wanderung zu den Laichgewässern eingesetzt habe. Mehrere Amphibienzäune seien aufgestellt worden, um den Unfalltod der Tiere zu verhindern.

Die Tiere wandern nach uralten Instinkten zu dem Gewässer zurück, in dem sie auch geboren wurden, informierte der NABU. Da die Tiere hierbei häufig viel befahrene Straßen queren müssen, werden alljährlich Schutzaktionen durchgeführt. Neun von dreizehn in Berlin vorkommenden Amphibienarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Jedes Jahr werden zwischen 2000 und 2500 Amphibien von Helfern eingesammelt und in Eimern über die Straße getragen und damit vor dem Unfalltod gerettet.

Der NABU Berlin bittet die Autofahrer besonders an Straßen in der Nähe von Gewässern um erhöhte Vorsicht. Kröten, Frösche und Molche wandern vorzugsweise in den Abendstunden. An milden regnerischen Abenden kann es sogar zu Massenwanderungen kommen, für die besonders die Erdkröten bekannt sind, die sich manchmal zu Hunderten auf Hochzeitsreise befinden. Außerdem sollten Gruben und steile Gräben sowie Lichtschächte verschlossen werden, damit keine Amphibien hineingeraten und nicht wieder hinausfinden.

Informationen zu Amphibien und Leiteinrichtungen bei: berlin.nabu.de/tiereundpflanzen/amphibien/13475.html

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