Lee Yu Kyung, Seoul 15.04.2013 / Politik

»Krieg? Daran will ich gar nicht denken!«

Gewöhnung oder Ausweglosigkeit: In Südkorea verläuft das Leben bisher in gewohnten Bahnen

Die kriegerischen Töne aus dem Norden der Koreanischen Halbinsel werden von einem Großteil der Bevölkerung im Süden erstaunlich ruhig aufgenommen. Nicht dass die Südkoreaner völlig unbeeindruckt blieben, doch Panik hat sie nicht ergriffen.

In Südkorea kursierten endlose Kriegsgeschichten, erzählt von der Generation jener, die den Korea-Krieg 1950 bis 1953 überlebt hatten. Über die Jahrzehnte waren diese Geschichten allerdings verblasst. Mancher mag sich ihrer jetzt erinnern oder gar von ihnen verfolgt werden, da die Spannungen auf der Halbinsel einen Höhepunkt erreicht haben.

»Natürlich, ich bin sehr besorgt über die Verschärfung der Lage. Mein Wohnort liegt näher an Nordkorea als an Gangnam, dem südlichen Distrikt von Seoul«, sagt Lee Jung Eun, Mutter zweier Kinder, die in Paju lebt, etwa 20 bis 30 Kilometer von Käsong im Norden entfernt. Dort in Käsong war vor einem Jahrzehnt die gemeinsame Industriezone, kurz KIZ, als Frucht der »Sonnenscheinpolitik« zwischen beiden koreanischen Staaten entstanden. »Wenn ich nachts irgendein Geräusch höre, schrecke ich auf. Unwillkürlich beschleicht mich die Furcht vor einem Krieg«, beschreibt Frau Lee ihre Stimmung. Noch meh...

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