Christian Russau 17.04.2013 / Ausland

Lula gerät in den Korruptionsstrudel

Ermittlungen wegen Schmiergeldskandal gegen Brasiliens Altpräsidenten aufgenommen

Die Rechte in Brasilien hat den Wahlkampf eröffnet. Mehr als anderthalb Jahre Trommelfeuer stehen der regierenden Arbeiterpartei PT bis zu den Wahlen im Jahre 2014 bevor. Die Zielscheibe Nummer eins ist derzeit Altpräsident Lula, über dessen neuerliche Kandidatur im Jahre 2018 spekuliert wird.

Brasiliens Rechte reibt sich die Hände: Endlich hat Brasiliens Bundespolizei Ermittlungen gegen Luiz Inácio »Lula« da Silva aufgenommen. Geklärt werden soll, ob Lula in seiner Zeit als Präsident (2003-2011) von den Vorgängen um den Schmiergeldskandal des sogenannten Mensalão (Großer Monatslohn) Kenntnis hatte. Eben das behauptete der Unternehmer Marcos Valério Fernandes de Souza gegenüber dem Generalbundesanwalt im September 2012. Valério selbst wurde wegen seiner Beteiligung am Mensalão-Skandal im vergangenen Oktober zu über 40 Jahren Haft verurteilt. Es wird vermutet, dass sich Valério durch die Belastung Lulas Strafminderung verspricht.

Den Vorwürfen zufolge soll die regierende Arbeiterpartei (PT) in den Jahren 2003 bis 2005 systematisch Kongressabgeordnete anderer Parteien durch monatliche Zahlungen - daher die Bezeichnung »Großer Monatslohn« - zur Abstimmung im Regierungssinn bewogen haben. Der 2005 bekannt gewordene Skan...

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