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Weiße Männer mit Gewehren

Auch nach dem Grundschul-Massaker blockiert der US-Kongress schärfere Waffenkontrollen

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

100 Tage sind seit dem Massaker an der Sandy-Hook-Schule in Newton vergangen. Doch noch immer haben die USA wegen der Verstrickungen zwischen Waffenlobby und Politik kein neues Waffengesetz. Soziologen stellten fest, dass nahezu alle Amokläufe von Weißen begangen werden.

Gut hundert Tage sind seit dem Amoklauf an der Sandy Hook-Grundschule von Newtown, Connecticut, vergangen. Die Bedenkzeit, die sich die USA nach der Ermordung von 20 Schulkindern zwischen sechs und sieben Jahren durch einen schwerbewaffneten jungen Mann verordnet hatten, endete an diesem Mittwoch mit einer Demonstration der Feigheit im Kongress, mit einem Präsidenten, dem seine Ohnmacht vorgeführt wird und mit einer Waffenlobby, die faktisch auf ganzer Linie siegt. Ein zuletzt mühsam ausgehandelter, bescheidener Kompromiss zur Verschärfung der weltweit zahnlosesten Schusswaffengesetze verfehlte im Senat die nötige Mehrheit von 60 der 100 Senatoren. Der Kompromiss hatte eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern fixieren wollen. Für solche Hintergrund-Checks stimmten 54 Senatoren, 46 – darunter vier Gesetzgeber von Obamas Demokraten – lehnten sie ab. Der Präsident sprach am selben Abend im Rosengarten des Weißen Hauses, umgeben von...


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