Berlin erbt Millionen

Wenn die Nachkommen fehlen, geht das Vermögen ans Land

  • Von Kirsten Baukhage, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Immer häufiger wird das Land zum Erben. Diese sogenannten Fiskalerbschaften fallen dem Land zu, wenn kein Erbe ermittelt werden kann. Seit 2005 flossen so 23,9 Millionen Euro in die Landeskasse, wie eine dpa-Umfrage ergab. Dabei schwankt die Zahl der Fälle nach Angaben der Finanzverwaltung zwischen 550 und 700 pro Jahr - mit leicht steigender Tendenz in den vergangenen Jahren. Erbte Berlin im Jahr 2005 in 586 Fällen Einnahmen von 1,66 Millionen Euro, so waren es 2012 schon 738 mit Einnahmen von 4,34 Millionen Euro.

Die Höhe der Einnahmen hängt dabei natürlich vom Wert des Erbes ab. Der Staat muss auch einspringen, wenn ein Erbe wegen Überschuldung ausgeschlagen wird. Doch muss der Staat nach dem Gesetz nicht die Verbindlichkeiten begleichen. Positiv für ihn: Er erbt also nur das Vermögen, nicht aber die Schulden. Neben teils beträchtlichem Konten- und Barvermögen kommt das Land so auch in den Besitz von bedeutenden Kunstwerken...


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