Zu spät. Zu spät. Zu spät.

Jan Bosse inszenierte Verdis »Rigoletto« in der Deutschen Oper Berlin

  • Von Irene Constantin
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Blechbläser spielen in der Garderobe der Deutschen Oper, im Foyer gibt es Salonmusik aus populären Opern, inmitten der Leute hüpft eine Art zotteliger Riesen-Goldhase herum. Es wird schon etwas geboten, wenn der Herzog von Mantua eine Opernpremiere ausrichtet. Der Zuschauerraum setzt sich auf der Bühne fort, das Haus bildet eine Art Arena mit dem hochgefahrenen Orchester im Mittelpunkt. Spotlight auf den Dirigenten und los geht es.

Unerwartet, ja unpassend düster dann der Beginn der Ouvertüre zu »Rigoletto«. Er lässt alle zusammenzucken, aber schnell ist die kleine Störung vergessen, das Fest nimmt seinen Lauf. Der närrische Goldhase Rigoletto ätzt zwischen des Herzogs - von den Chorherren perfekt gesungenen - Höflingen herum, der Herzog selbst setzt sich trällernd in Szene. Sein Publikum da oben auf der Bühne applaudiert begeistert. Das Leben ist ein Fest - bis Monterone nicht mehr länger zusehen kann. Er verflucht den ganzen...


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