Bewegung gegen die Spirale nach unten

Am 1. Mai demonstrieren Gewerkschaften und Linke gegen die Sparpolitik - mehr oder weniger vereint

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In vielen Städten rufen Gewerkschaften und linke Gruppen für den 1. Mai zu Demonstrationen auf. Auch Neonazis mobilisieren und versuchen den »Tag der Arbeit« zu missbrauchen.

Gute Arbeit, sichere Rente, soziales Europa - das sind die Hauptthemen der Gewerkschaften an diesem 1. Mai. In seinem Aufruf kritisiert der DGB die Zunahme unsicherer, schlecht bezahlter Jobs, die ungleiche Reichtumsverteilung in Deutschland und warnt vor Altersarmut. Mit Veranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik wendet er sich aber auch gegen die Krisenpolitik der europäischen Regierungen. Die »radikalen Kürzungsprogramme« in den Ländern Südeuropas sorgten für eine Spirale nach unten, heißt es im Aufruf. Sie treffen »nicht die Krisenverursacher an den Finanzmärkten, sondern die Krisenopfer«. Die Hauptkundgebung findet in München statt. Dort wird der DGB-Vorsitzende Michael Sommer reden. SPD-Chef Sigmar Gabriel ist in Essen eingeladen. Interessant am diesjährigen 1. Mai dürfte denn auch werden, wie sich die Gewerkschaften vor der Bundestagswahl positionieren. Wer wird scharf angegangen, wer ausgespart?

Bei den Maikundgebu...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.