Neue Chance für Lederschildkröten

Puerto Rico stoppte Bau von Golfplätzen und Ferienanlagen in Küstenbiotop

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

15 Jahre haben Umweltschützer im Nordosten Puerto Ricos für den Schutz eines Küstenkorridors von gut zwölf Kilometern gekämpft. Hier legen nicht nur seltene Lederschildkröten ihre Eier ab, auch 865 weitere Spezies aus Flora und Fauna leben in dem Bereich.

Ein paar Zentimeter unter der Wasseroberfläche gleitet das riesige Tier dahin. Elegant wirkt die Schildköte mit dem von langen Rillen gezeichneten Panzer. Die Lederschildkröte ist die größte ihrer Art und die massigen Tiere, die nur selten an Land kommen, bringen bis zu 900 Kilogramm auf die Waage. Dabei werden sie bis zu 2,5 Meter lang. Sie haben keinen Rückenschild mit Hornschuppen wie andere Schildkröten, sondern eine derbe, ledrige Haut, die über einem Knochenpanzer gespannt ist. Auch die großen Flossen weisen keine Krallen auf, so dass die Lederschildkröte noch schlechter für den Landgang ausgestattet ist als verwandte Arten.

Der Gang über das Festland kommt auch nur selten vor - dann, wenn die Tiere angespült werden oder wenn die Weibchen zur Eiablage an den Strand kommen. Und das tun sie genau dort, wo sie selbst einst aus dem Sand zum Meer krabbe...


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