»Säuberungswellen wie in China«

Lokführergewerkschaft reibt sich in internen Querelen auf

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) tobt ein Machtkampf, dem schon mehrere Hauptamtliche zum Opfer gefallen sind.

Mitte April erfuhren überraschte GDL-Mitglieder, dass im geschäftsführenden Vorstand »erhebliche gewerkschaftspolitische Differenzen aufgetreten« seien und der Hauptvorstand in außerordentlicher Sitzung die bisherigen Vize-Bundesvorsitzenden Sven Grünwoldt und Thorsten Weske »ihres Amtes enthoben« habe. Dies sei unumgänglich, weil das GDL-Motto »Stark, unbestechlich, erfolgreich« in der Organisation »auch tatsächlich gelebt werden« müsse. Hintergründe würden den Delegierten einer außerordentlichen Generalversammlung Mitte Mai in Berlin mitgeteilt.

Kurz darauf meldete der GDL-Bezirk Nordrhein-Westfalen den Rücktritt des Bezirksvorsitzenden Frank Schmidt und dessen Stellvertreters Olaf Schulz-Arimond »aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen«. Aus Kritik an diesen Vorgängen und am Gebaren seines Nachfolgers Claus Weselsky legte der frühere GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell den Titel »Bundesehrenvorsitzender« ab, der ihm ...


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