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Anschlag auf Bahnstrecke Berlin-Potsdam

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Mutmaßlich linksradikale Täter legten am frühen Donnerstagmorgen im Südwesten Berlins den Verkehr auf der S-Bahn-Linie 7 und der Regionalbahn lahm. Die Unbekannten zündeten einen Kabelschacht der Bahn zwischen Grunewald und Nikolassee an. Im Internet bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen »Vulkan Grimsvötn« zu dem Anschlag. In dem Bekennerschreiben erklärte die ominöse Gruppierung: »Wir verlängern den ersten Mai, den klassischen Kampftag der Arbeiterklasse.« Der verwendete isländische Name erinnert unterdessen stark an einen ähnlichen politisch motivierten Anschlag aus dem Jahr 2011, als eine Kabelbrücke am Bahnhof Ostkreuz in Brand gesetzt worden war.

Trotz des Bekennerschreibens geht die Berliner Polizei nicht von einem direkten Zusammenhang zu den politischen Veranstaltungen des 1. Mai aus. »Es hat keinen Bezug«, erklärte Polizeipräsident Klaus Kandt gestern auf einer Pressekonferenz. Offenbar wollten die Täter, die auch die Polizei derselben Gruppe wie 2011 zuordnet, einen »Generalstreik« erzwingen, um die Wirtschaft lahmzulegen, vermutete der Polizeipräsident. Ob einer oder mehrere Brandsätze bei dem Anschlag verwendet wurden, konnte Kandt gestern nicht sagen. Die Bundespolizei sei dabei, die Bahnanlagen abzusuchen.

Ein auf der Avus fahrender Autofahrer hatte gegen 3.15 Uhr das Feuer an den dortigen Gleisen bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand an einem neben den Gleisen verlaufenden Schacht in der Nähe des Fischerhüttenwegs im Grunewald. Während der Lösch- und Aufräumarbeiten war die A 115 stadteinwärts für etwa 30 Minuten komplett gesperrt. Aufgrund der offenbar politischen Hintergründe hat der Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Beim Anschlag 2011 am Ostkreuz hatte sogar kurzzeitig die Bundesanwaltschaft erwogen, die Ermittlungen an sich zu ziehen, weil sie den Anschlag als einen Terrorakt einschätzte.

Wie lange der Bahnverkehr zwischen Berlin und Potsdam für die Reparaturen unterbrochen werden muss, war gestern zunächst unklar. Die Störung könne bis zum Abend dauern, hatte ein Bahnsprecher erklärt. Für die S-Bahn fuhren zwischen den Bahnhöfen Messe Süd und Wannsee ebenso wie zwischen Messe Süd und Grunewald Busse. Betroffen war auch der Bahnverkehr. Die Regionalbahnen R 21 und R 22 sowie der Regionalexpress R 7 fuhren zwischen Potsdam und Charlottenburg nicht. Der Regionalexpress RE 1 wurde für die Dauer der Störung umgeleitet.

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