Anketten gegen Nazis?

Betonpyramiden als Protestform und juristische Konsequenzen

Henning Obens hat sich am 1. Mai in einer Betonpyramide ankettet und so die Demoroute der NPD in Berlin-Schöneweide blockiert. Er ist aktiv in der Interventionistischen Linken. Mit ihm sprach für "neues deutschland" nd-Redakteurin Ines Wallrodt.

nd: Bisher war Anketten in Betonpyramiden mit wendländischen Bauern und Castorprotesten verknüpft. Wie kamen Sie auf die Idee, diese Aktion am 1. Mai in Berlin gegen Nazis zu versuchen?
Obens: Bewegungen lernen voneinander, zudem wurden Pyramiden bereits in Bad Nenndorf gegen Naziaufmärsche eingesetzt. Viele sind wie ich nicht nur gegen Nazis aktiv, sondern gegen Kapitalismus im allgemeinen oder Atomkraft im speziellen. Das geschieht bei vielen Aktionsformen: So stammt die Fünf-Finger-Taktik, die in Heiligendamm bei den G8-Protesten erfolgreich war, aus dem Wendland, das Konzept von Massenblockaden wurde danach auf Antifademonstrationen übertragen. Solche Adaptionen geschehen aber nicht einfach so. Voraussetzung sind personelle Verquickungen, am besten in organisierten Strukturen. Politische Organisationen sind Archive von Bewegungswissen.

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