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Kooperation mit türkischer Zeitung

NSU-Prozess: »Evrensel« teilt Platz mit dem »nd«

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Berlin (nd). »neues deutschland« wird für die Berichterstattung vom NSU-Prozess, der am Montag in München beginnen soll, mit der linken türkischen Tageszeitung »Evrensel« und der Berliner »tageszeitung« kooperieren. Dem in Istanbul erscheinenden Blatt war ein fester Beobachterplatz im Münchner Oberlandesgericht zugelost worden. Diesen wird der Deutschland-Korrespondent des Blattes, Yücel Özdemir, den beiden deutschen Zeitungen zur Verfügung stellen, wenn er selbst nicht in München sein kann. Auch inhaltlich wird eine Zusammenarbeit angestrebt.

»Wir möchten deutschen Zeitungen, die sich klar gegen Rassismus und die Diskriminierung von Migranten positionieren, ermöglichen, aus erster Hand über den NSU-Prozess zu berichten«, sagte Yücel Özdemir.

»Wir sind sehr dankbar für die Solidarität unserer Kollegen von ›Evrensel‹«, erklärte nd-Chefredakteur Tom Strohschneider. Die Leserinnen und Leser von »neues deutschland« könnten so eines der wichtigsten Justizverfahren der letzten Jahrzehnte aus türkischer und deutscher Sicht gleichermaßen verfolgen. So wichtig es gewesen sei, öffentlichen Druck zu machen, damit auch türkische Blätter über den Prozess von vor Ort berichten können, so Strohschneider weiter, so notwendig sei es nun, wieder die mörderischen Taten der Rechtsextremen, das offenkundige Versagen der Behörden und die Folgen des alltäglichen Rassismus in Deutschland in den Vordergrund zu rücken.

Kundgebungen zum Prozessstart

Zum Auftakt des Prozesses sind in der Nähe des Münchner Justizgebäudes ein halbes Dutzend Kundgebungen geplant. Das »Bündnis gegen Naziterror und Rassismus« hatte bereits zum ursprünglich geplanten Prozessstart Mitte April eine große Demonstration organisiert. Jetzt will das Bündnis vor dem Gericht erneut an die Opfer erinnern und einen konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus fordern. Das sagte der Sprecher Thomas Spree auch mit Blick auf den wochenlangen Streit um die Presseplätze.

In Berlin plant die Kampagne »Fight Racism Now!« zwei Kundgebungen. Für 10 Uhr ist am Kottbusser Tor ein Erinnern an die vom NSU Ermordeten geplant. Um 12 Uhr folgt eine Kundgebung am Bundestag. Auch für diese habe die wochenlange Diskussion um die Platzvergabe verdrängt, »was eigentlich im Mittelpunkt stehen müsste: der alltägliche Rassismus in Deutschland«, so ein Sprecher der Kampagne.

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