»Erschöpft und gelangweilt«

Opferangehörige enttäuscht vom Auftakt des NSU-Prozesses

  • Von René Heilig, München
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Endlich hat der Prozess gegen die NSU-Terrorbande und ihre Helfer begonnen. Doch die Anwälte der Angeklagten bremsen mit allem, was die Strafprozessordnung hergibt.

»Wir sind ungeduldig, aber wir haben Zeit. Wenn es sein muss, sehr viel Zeit! Wir wollen, dass Recht gesprochen wird gegen die Mörder und ihre Helfer.« Yavuz Narin ist einer der Anwälte, die den 77 Opferangehörigen, die als Nebenkläger auftreten, zur Seite stehen. Er legt wie der Vorsitzende Richter Manfred Götzl Wert darauf, dass alles revisionssicher abläuft. Denn, so Narin: »Unsere Gesellschaft braucht den Prozess, er kann auch helfen, dass wir besser erkennen, was sich hier am rechten Rand ohne Gegenwehr der Zuständigen zusammengebraut hat.«

Küsschen rechts, Küsschen links - kann das sein? Warum nicht, schließlich kennen sich der Angeklagte Ralf Wohlleben und seine Anwältin Nicole Schneiders seit Jahrzehnten gut. Sie trennen nicht ideologische Welten, wie das sicher zwischen der Pflichtanwältin Anja Sturm und ihrer Mandantin Beate Zschäpe der Fall ist. Die 38-jährige NSU-Überlebende beobachtet die Begrüßung der beiden ohne...

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