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Wahlkampf: Umfrage zeigt wachsende Bedeutung des Internets

Mehr als ein Drittel glaubt, dass das Netz »entscheidenden Einfluss auf den Ausgang« haben wird

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Berlin (AFP/dpa/nd). Die kommende Bundestagswahl dürfte so stark vom Internet beeinflusst werden wie keine zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Während sich vor vier Jahren nur 45 Prozent der Deutschen im Internet über Politik informierten, seien es jetzt bereits 60 Prozent. Bei den 18- bis 29-Jährigen liege der Anteil sogar bei 80 Prozent. Der Studie zufolge sind fast 37 Prozent aller Wahlberechtigten der Meinung, dass das Internet einen "entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl 2013" haben wird.

Nummer eins für politische Informationen ist demnach weiterhin das Fernsehen mit 91 Prozent, gefolgt von Tageszeitungen (75 Prozent) und Radio (70 Prozent).

Im Vergleich zu 2009, dem Jahr der vorherigen Bundestagswahl, gewannen laut Umfrage alle Medien an Bedeutung für Informationen zu politischen Themen. Am stärksten war dabei der Zuwachs beim Internet: Vor vier Jahren nutzten noch 15 Prozentpunkte weniger (45 Prozent der Deutschen) das Netz für solche Informationen. Doch auch das Fernsehen (plus acht Punkte), Tageszeitungen (plus drei Punkte) und Radio (plus zwölf Punkte) legten zu.

Besonders intensiv für politische Informationen nutzen das Internet die Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren - also diejenigen, die das Netz ohnehin stärker nutzen als der Durchschnitt. In dieser Altersgruppe steht das Internet auf Platz zwei (80 Prozent) für politische Informationen, nach dem Fernsehen (90 Prozent) und vor Tageszeitungen (80 Prozent) und Radio (62 Prozent).

Allerdings dominieren auch im Internet klassische Medien als Informationsquelle bei politischen Themen - 84 Prozent nutzen dafür deren Internetseiten. Soziale Netzwerke nutzen 55 Prozent, Internetseiten von Nichtregierungsorganisationen 43 Prozent. Websites politischer Parteien oder einzelner Politiker besuchen nur wenige Internetnutzer.

Die Bedeutung sozialer Netzwerke haben die Politiker der Forsa-Studie zufolge größtenteils erkannt. 86 Prozent der Bundestagsabgeordneten haben demnach mindestens ein Social-Media-Profil. 76 Prozent sind demnach auf Facebook, 50 Prozent nutzen den Kurzbotschaften-Dienst Twitter und 41 Prozent die Videoplattform YouTube.

Bei der Zahl der Anhänger auf sozialen Netzwerken führt dabei klar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit knapp 246.000 Followern (Stand Ende April). Diese Zahlen dürften allerdings nicht überbewertet werden - angesichts von über 60 Millionen Wahlberechtigten, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Schwierig zu erreichen seien auch über das Internet Nichtwähler, sagte Güllner. Die Umfrage habe gezeigt, dass bei politischen Themen im Netz - wie auch ansonsten - eher Bürger mit formal höherer Bildung aktiv seien. »Die können sich auf allen Wegen artikulieren, und zwar auch im Internet.« Eher seien Nichtwähler unter Umständen zu erreichen, wenn die Online-Stimmabgabe ermöglicht werde. Dazu wären laut Umfrage auch 55 Prozent aller Befragten bereit.

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