Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Gewerkschafter gegen Leiharbeitstarifvertrag

Berlin (nd-Meyer). Gegen die angekündigte Aufnahme von neuen Tarifverhandlungen für die Leiharbeitsbranche regt sich Widerstand an der Gewerkschaftsbasis. In einem Offenen Brief fordern Sekretäre, Basisaktivisten und ganze Betriebsratsgremien, die Vorstände des DGB und seiner Einzelgewerkschaften auf, den Tarifvertrag für die Leiharbeitsbranche einfach auslaufen zu lassen. Nach nd-Angaben hatten den am 11. April veröffentlichten Brief in dieser Woche knapp 400 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unterzeichne - Tendenz steigend.

Unter dem Titel »Equal Pay durchsetzen statt Lohndumping tarifieren - Nein zum DGB Tarifvertrag in der Zeitarbeit!« kritisieren die Autoren, nur ohne neuen Tarifvertrag könne der Equal-Pay-Grundsatz von Leiharbeitern und Stammbelegschaften im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) durchgesetzt werden. Denn nach AÜG kann von diesem Grundsatz mit einem Tarifvertrag abgewichen werden. Leiharbeiter, die unter das Tarifwerk des DGB fallen, verdienen so um einiges weniger als Festangestellte.

Der DGB hatte den Vertrag damals abgeschlossen, weil die Gewerkschaften befürchteten, eine der arbeitgebernahen christlichen Gewerkschaften könnte einen noch schlechteren Vertrag abschließen. Zudem ist umstritten ob die bei abgelaufenen Tarifverträgen geltende Nachwirkung auch Equal Pay außer Kraft setzt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln