Es war einmal in Kuba

Die kubanische Systemgegnerin und umstrittene Bloggerin Yoani Sánchez im spanischen Kulturinstitut

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Yoani Sánchez musste das spanische Kulturkolleg Instituto Cervantes am Mittwoch durch den Hintereingang betreten. Vor dem Gebäude in der Berliner Rosenstraße hatten sich rund 60 Demonstranten versammelt, um gegen den Auftritt zu protestieren. Damit waren die Fronten von Beginn an geklärt. „Yoani Sánchez – made in USA“, stand auf Plakaten, die vor dem Institut hochgehalten wurden. Kuba-Solidaritätsorganisationen hatten zu der Kundgebung aufgerufen, weil Sánchez, wie es auf einem Flugblatt hieß, Kontakt zur „exilkubanischen Mafia“ und „rechtsextremen Politikern“ unterhalte. Vor allem aus den USA werde die 37-jährige finanziell und logistisch unterstützt, kritisierten die Aktivisten.

Schon vor dem Auftritt der Bloggerin schon kam es zu hitzigen Wortgefechten zwischen ihren Gegnern und Befürwortern. „Ihr habt doch keine Ahnung, was in Kuba los ist“, schrie Barbara Dröscher, eine ehemalige Vertreterin des Deutschen Akademischen Aus...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.