Öko-Landbau kommt vor Gericht

Öffentlicher Druck kann Arbeitskonflikt beim Hof »Teltower Rübchen« nicht lösen

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Ich bin froh, dass ich da raus bin.« Conchita wurde zu ihrem Ausstieg beim auch überregional bekannten Bio-Landbaubetrieb »Teltower Rübchen« im südlich von Berlin gelegenen Teltow zwar gezwungen. Doch froh wurde sie da sowieso nicht mehr. Ihr Arbeitskampf wird nun vor dem Arbeitsgericht weitergehen.

Die 24-jährige Berlinerin war im November 2011 im Rahmen ihrer freien Ausbildung im Bio-Landbau zu dem Hof gestoßen. Sie arbeitete 30 Stunden pro Woche für einen Nettolohn von 160 Euro - pro Monat. Die Bezahlung ist schon deshalb so niedrig, weil die Auszubildenden bei dieser freien Ausbildung normalerweise auf den Höfen wohnen (was bei Conchita nicht der Fall ist). Hinzu kommt das niedrige Lohnniveau im Landbau, das auch in dessen ökologischer Variante nicht besser ist.

Als Hofbetreiber und Grünen-Stadtverordneter Axel Szilleweit aber die Absicht äußerte, sie in Naturalien zu bezahlen, reichte es Conchita. Sie wandte sich a...


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