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Spiel gegen Soap

Ein Nach-Ruf

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Der TV-Autor Horst Königstein ist gestorben (»nd« vom gestrigen Dienstag). Es ist noch einmal etwas aufzurufen, das mit ihm verbunden ist und längst in Agonie lebt: Mitten im Fernsehen nämlich, just zu dessen gefährlichster Unzeit für Anspruch, Zwanzig-Uhr-fünfzehn, hatten Königstein und Regisseur Heinrich Breloer ihre Kunst etabliert. Ja, Kunst!

Auf den Trümmern des traditionsreichen kleinen und großen Fernsehspiels, auf der Asche eines mutigen, aber längst niedergebrannten Niveaus errichteten beide ein Werk - dort, wo die Zeichen auf Weißwäsche stehen und die Abbilder von Welt in seriellen Schönheitsschlaf versinken. Elitär ist dieses Werk gewesen und doch publikumswirksam, geistvoll und doch unterhaltsam. Politische, historische Stoffe wurden zu Fernsehstücken verarbeitet, ...


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