Rettung - mit Gottes Hilfe?

Brand im Hafen: Hamburger und Kirchentagsgäste entgingen knapp einer Katastrophe

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Hamburgs Feuerwehr ist sich sicher: Die Hafenstadt entging - während man den Kirchentag feierte - nur knapp einer Katastrophe. Im Hafen hatte am 1. Mai der Frachter »Atlantic Cartier« Feuer gefangen. An Bord war eine hochgiftige, radioaktive Fracht. Der mörderische Cocktail war unter anderem durch mehrere Tonnen Munition »abgeschmeckt«.

Gerade war der Eröffnungsgottesdienst, an dem 15 000 Menschen samt Bundespräsident Joachim Gauck teilgenommen hatten, beendet, da fing keine 500 Meter entfernt der unter schwedischer Flagge fahrende Frachter »Atlantic Cartier« Feuer. Derartiges kommt - trotz Sicherheitsvorkehrungen im Hafen - immer mal wieder vor. Die Feuerwehr rückte routiniert aus. Ihr Einsatz vor und auf dem Schiff begann laut Protokoll um 20.02 Uhr. 44 Minuten später erreichte den Einsatzleiter die Schreckensnachricht: Gefahrstoffe an Bord! Um 23.08 Uhr wurden erste Maßnahmen zur Bergung der entsprechenden Container eingeleitet. Tags darauf um 03.25 Uhr waren sie abgeschlossen.

Hunderte Berufsfeuerwehrleute, Leute vom Technischen Hilfswerk sowie Kameraden der Freiwilligen Wehren Harburg, Kirchdorf, Wilhelmsburg, Warwisch und Eissendorf waren mit über 70 Fahrzeugen und einem Löschroboter im Einsatz. Die Schlepper »RT Zoe«, »Hunte« und »Bugsier 9« sowie zwei...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.