Hans-Dieter Schütt 21.05.2013 / Kultur

Meer und Mausoleum

»Kleine Paradiese« - Ulrich Schacht erzählt von den Abenteuern in der Idylle

Vielleicht ist Schreiben das Schlimmste: nämlich Selbstverstümmelung. Wer übersteht so was? Präziser, weniger schlimm: Schreiben ist zwar Selbst-Verstümmelung, ja, aber doch »nur« Verstümmelung eines angenommenen, fremdgesteuerten Selbst - jenes Bildes nämlich, das die Welt regelmäßig von uns haben will. Und das sie meist auch von uns kriegt, damit wir sie überstehen. »Ich« ist das, was dauernd zerkleinert wird. Schreiben heißt, sich davon zu befreien, dass immer die anderen sagen, was und wer »Ich« zu sein habe.

Gegen das Zerhäckseln steht, was Klaus Kinski als Fitzcarraldo in Werner Herzogs gleichnamigem Film sagt: »Ich? Ich bin in der Überzahl.« Fitzcarraldo war kein Dichter, er war Eroberer. Dichter sind Eroberer - jener Fiktion, die wir vom Leben entwickeln. Von einem Leben, das aus der isolierenden Hornhaut fährt, damit uns all das wieder unter die Haut gehen kann, was wohl und weh tut. Poesie, so der Dichter Ulrich Scha...

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