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»Apartheid-Busse« rollen im Westjordanland

Verbesserter Transport von Palästinensern und Siedlern eine Groteske

  • Von Oliver Eberhardt, Jerusalem
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Weil sich Siedler über Palästinenser in israelischen Linienbussen im Westjordanland beschwert hatten, wurden Linien für die einheimische Bevölkerung geschaffen. Weil die öffentliche Kritik an den »Apartheid-Bussen« heftig war, versucht das Transportministerium nun, die Routen einzustellen - wogegen wiederum die Palästinenser Sturm laufen.

Morgens um sechs werfen an einer Straße außerhalb von Ramallah Männer ihre Rucksäcke ins Gepäckfach eines Reisebusses. Das geschieht entspannt. So kannte man es früher nicht, wenn sich jene 40 000 Palästinenser, die eine Arbeitsgenehmigung für Israel haben, auf den Weg zur Arbeit machen. »Früher mussten wir schon um vier zur Haltestelle gehen«, sagt einer der Männer. Ein anderer donnert: »Ja, aber in Israel heißt es, wir diskriminieren die Siedler. Deshalb dürfen wir uns demnächst wieder die Nacht um die Ohren schlagen.«

Bis März benutzten Siedler und palästinensische Arbeiter auf dem W...


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