Gericht kassiert Urteil gegen Ríos Montt

Guatemala-Stadt (dpa/nd). Nur zehn Tage nach dem historischen Urteil gegen Guatemalas früheren Machthaber Efraín Ríos Montt hat das Verfassungsgericht den Schuldspruch wieder aufgehoben. Nach einer zehnstündigen Beratung erklärte das Gericht das Urteil wegen Verfahrensfehlern für nichtig. Menschenrechtsaktivisten hingegen kritisierten die Annullierung. Es sei Guatemala selbst, das nun vor den Augen der Welt schlecht dastehe, sagte der Anwalt der Menschenrechtsorganisation Caldh, Héctor Reyes. Nach der Entscheidung wird das Verfahren nun auf den Stand vom 19. April zurückversetzt. Damals hatten Ríos Montts Anwälte mit einer einstweiligen Verfügung den Prozess aussetzen wollen.

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