Der Gral der Steuervermeidung

Apple-Chef wird wegen Tricksereien vor den US-Senat zitiert

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

US-Senatoren beschuldigen Apple, mit einem Netz von Niederlassungen in Steueroasen Zahlungen an den Fiskus umgangen zu haben. Konzernchef Tim Cook muss Stellung beziehen.

Apple sitzt auf einem Berg von Bargeld. Dies verdankt das Unternehmen seinen innovativen Produkten - und kreativer Steuervermeidung: Der Technologieriese soll Schlupflöcher und Steueroasen im Ausland genutzt haben, um allein von 2009 bis 2012 mindestens 74 Milliarden Dollar vor der US-Steuerbehörde IRS zu verbergen. Das fanden deren Ermittler heraus.

»Apple war es nicht genug, seine Gewinne in eine ausländische Steueroase mit niedrigen Steuern zu verlagern«, sagt der demokratische Senator Carl Levin aus Michigan. Er ist Vorsitzender des Ermittlungsausschusses im US-Senat, der bei der Verfolgung einheimischer Steuerbetrüger schon das Schweizer Bankgeheimnis knackte. »Apple hat mit Erfolg den heiligen Gral der Steuervermeidung gesucht«, sagt Levin. »Es hat Unternehmen im Ausland gegründet, die über dutzende Milliarden Dollar verfügten, während Apple nirgendwo seinen Steuersitz hatte.«

Bis vor kurzem war Apple das wertvolls...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.