Der Kollateralschaden allgemeiner Herzlosigkeit

  • Von Roberto De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im ARD-Film „Mobbing“ spielt Tobias Morettis ein Opfer jener menschenverachtenden Praxis. Was der verknappten Darstellung allerdings fehlt: Die Konfrontation als nervlich angeschlagener Ex-Arbeitnehmer mit den Behörden. Die sorgen gemeinhin für den nächsten depressiven Schub.

Als Mittzwanziger geriet ich nach einer betriebsbedingten Kündigung fast übergangslos an eine neue Arbeitsstelle. Ich sollte mich als Schlosser in einer mechanischen Werkstatt verdingen – dort hielt ich es aber dann keine sechs Monate aus, der Arbeitgeber zog die Reißleine, entließ mich in der Probezeit. Davor glich der Arbeitsalltag dem, was neulich im ARD-Film „Mobbing“ zu sehen war.

Der Abteilungsleiter kündigte mich vorher schon als Fachmann besonderer Güte an, bei dem sich meine Kollegen warm anziehen könnten. Klar, dass diese Ankündigung das Verhältnis zu den Kollegen nachhaltig beeinträchtigte. Der Wettbewerb war eröffnet, noch bevor ich am Arbeitsplatz angekommen war. Am Tag meines Arbeitsantritts lotste man mich an eine CNC-Drehmaschine, ich bekam eine halbe Stunde Einweisung und klar gesagt, dass ich ab jetzt selbstständig arbeiten müsse. Ich scheiterte natürlich kläglich, musste dauernd nachfragen, um Hilfe bitten u...

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