Stellvertreter des Menschen auf Erden

Ton gewordene Provokation - eine Schau in Osthessen zeigt die Welt der Gartenzwerge

  • Von Jörn Perske, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Manche finden sie goldig, andere ganz grässlich: Gartenzwerge lösen Emotionen aus. Und Protestzwerge mit gerecktem Mittelfinger oder blankem Hintern können Gerichtsprozesse anstoßen. Eine Ausstellung im hessischen Eichenzell zeigt die Welt der Gnome.

Eichenzell. An Gartenzwergen scheiden sich die Geister. »Entweder die Menschen lieben oder hassen sie. Da gibt es nur schwarz und weiß - keine Grautöne«, sagt die Volkskundlerin und Soziologin Claudia Rücker aus Berlin über das Phänomen des kleinen Gesellen mit der roten Zipfelmütze. Im osthessischen Eichenzell bei Fulda ist noch bis zum 2. Juni eine kleine, bundesweit einmalige Ausstellung zu sehen. Unter dem Titel »Gartenzwerge - Kitsch oder Kult?« zeigt sie im Badehaus des Schlosses Fasanerie mehr als 30 Zwerge sowie weitere Abbildungen.

Dass die kleinen Tonmänner so populär wurden, verdanken sie August Heissner, der 1872 in Thüringen eine Manufaktur für Keramikzwerge gründete. Schnell stießen sie auf große Nachfrage, schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurden sie weltweit exportiert. Aus dem Dekorationsobjekt wurde ein Kulturphänomen. Mittlerweile soll es rund 30 Millionen in Europa geben. Laut einer Forsa-Umfrage von 2008 zäh...

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