Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Rechtsfreier Raum

Olaf Standke über den Abschuss von US-Bürgern durch eigene Drohnen

Nun ist es offiziell: Auch ein US-Pass schützt nicht davor, von US-amerikanischen Drohnen zielgerichtet getötet zu werden. Es sind Todesurteile im rechtsfreien Raum, die sich die Obama-Regierung da ausgedacht hat. Im Namen des Anti-Terrorkampfes agiert sie mit solchen Angriffen auf fremden Territorien als Ankläger, Richter und Liquidator zugleich, und das alles ohne rechtsstaatlichen Prozess. Kein Wunder, dass Bürgerrechtler entsetzt sind, hatten sie sich doch von Barack Obama ein Ende der verheerenden Politik seines Vorgängers Bush erhofft. Doch wie schon bei Obamas noch immer nicht erfülltem Wahlversprechen, das weltweit kritisierte Gefangenenlager Guantanamo zu schließen, wurden sie bitter enttäuscht.

Mehr noch, die Kriegführung ohne völkerrechtliche Legitimation wurde unter seiner Ägide massiv ausgeweitet. Die Luftflotte der ferngesteuerten Roboterkiller ist auf weit über 200 angewachsen; inzwischen bildet die Air Force mehr Joystick- als Flugzeugpiloten aus. Die Angriffe mit Kampfdrohnen kosteten allein in Pakistan über 3000 Menschenleben, darunter immer wieder völlig unschuldige Zivilisten. Die außergerichtliche, auch »präventive« Tötung aus dem Hinterhalt wurde unter Obama zur militärischen Strategie erklärt. Und ungeachtet aller Sparzwänge plant das Pentagon in den nächsten Jahren weitere 37 Milliarden Dollar für seinen Drohnenkrieg ein. Ist der Friedensnobelpreisträger noch zu einer Wende fähig?

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln