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Ein Schal mit rotem Stern

Gerichtsposse um ein Stück Wolle mit Symbolen aus dem fernen Kurdistan

Peter Kirschey berichtet aus Berliner Gerichtssälen

Es reicht nicht, den Arzt oder Apotheker zu fragen, den Anbieter zu wechseln oder auf das Verfallsdatum zu achten. Der Kauf eines Schals will sorgsam bedacht sein. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man sich vorher mit einem Anwalt oder der Polizei berät. Ist das Gestrickte in den Farben gelb, rot, grün gehalten und hat zu allem Überfluss einen roten Stern eingearbeitet, ist höchste Vorsicht geboten. Anders als beim roten Schal eines prominenten bayerischen Wurstfabrikanten rückt dieses Halstextil den Träger gefährlich in die Nähe eines Terroristen.

So widerfahren dem 23-jährigen Veysi A., einem Friedrichshainer Kurden. Gemeinsam mit seinem Cousin wollte er in den Nachmittagstunden des 26. November 2011 an einer kurdischen Demonstration teilnehmen. Da sie nicht genau wussten, wo das Ganze sich abspielt, wandten sie sich brav an die am Straßenrand stehenden Ordnungshüter. Und die teilten ihnen mit, das die Demonstration »Frei...


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