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Fotoaktion wider Mauern weltweit

(dpa) An der Berliner East Side Gallery mit ihren weltweit bekannten Mauerbildern soll es im Juli eine Fotoausstellung geben. Auf der Rückseite der original erhaltenen Mauer werden auf einer Länge von rund 360 Metern großformatige Fotografien von Grenzanlagen in aller Welt zu sehen sein, wie Kai Wiedenhöfer erläuterte. Er selbst habe u. a. Grenzen zwischen Nord- und Südkorea sowie den USA und Mexiko fotografiert. Auch den Fall der Berliner Mauer 1989 hielt Wiedenhöfer im Bild fest. Seine Fotos erschienen im Band »Confrontier« (Steidl, 48 €).

Die geplante Ausstellung wolle deutlich machen, dass politische Konflikte nicht mit Mauern zu lösen seien, sagte der 47-Jährige. Für das zeitlich befristete Projekt fließe auch Geld aus EU-Kassen. Laut »Morgenpost« gibt es Kritik an Wiedenhöfers Vorhaben von an der East Side Gallery verewigten Künstlern: Die Rückseite der früheren Mauer solle frei bleiben. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat jedoch laut Zeitungsbericht die Schau genehmigt. Ein probeweise geklebtes Foto habe sich ohne Rückstände wieder ablösen lassen.

Zuletzt hatte es massive Proteste an der East Side Gallery gegen das Vorhaben eines privaten Investors gegeben, der auf dem früheren »Niemandsland« zwischen Mauer und Spree ein Hochhaus errichten will. Dafür waren bereits vor einigen Wochen bemalte Segmente aus der Mauer-Galerie herausgetrennt worden.

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