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Freiwillige aus Jemen demnächst vor Damaskus?

Söldner im Bürgerkrieg - ein Albtraum für Anti-Terror-Experten

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Der Generalstabschef der syrischen Rebellen setzt der Hisbollah ein Ultimatum: Bis zum Mittwochabend sollte die schiitische Miliz aus Syrien abgezogen sein. Sonst würde man sie sogar noch in der Hölle angreifen. Zu den Söldnern auf Seiten der Anti-Assad-Einheiten sagte er kein Wort.

Täglich wächst die Anzahl der libanesischen Hisbollah-Kämpfer in Syrien. Erst sprach man von einigen Hundert, dann von 1700, nun ist man zumindest in den Schlagzeilen bei 2500 angekommen. Die Männer der »Partei Gottes« sind - anders als die meisten Assad-Truppen - erfahren im Häuserkampf. Vor allem in der Stadt Kusair nahe der libanesischen Grenze beweisen sie ihre Schlagkraft.

Doch nicht nur sie erledigen in Syrien das Söldnerhandwerk. Syrienerfahrene russische Geheimdienstexperten gehen von bis zu 20 000 ausländischen Kämpfern auf Seiten der Aufständischen aus. In der Regel sind sie gut ausgebildet. Nach dem Fall des EU-Waffenembargos wird auch der Nachschub auf solideren Wegen verlaufen. Die Freischärler werden nicht nur von Saudi-Arabien finanziert, sondern erhalten auch Geld, das durch den afghanischen Drogenanbau erwirtschaftet wird, behauptet Moskaus Anti-Drogen-Beauftragter Viktor Iwanow.

Das Assad-Regime verweist auch immer wieder auf Jabhat-al-Nusra-Terroristen, die ein Stück Drecksarbeit der Aufständischen erledigen würden. Die Fokussierung auf diese Vereinigung hat einen Grund. Die US-Dienste haben diese Truppe bereits im Dezember auf die Liste jener Terrorgruppen gesetzt, die Verbindung zu Al Qaida haben sollen. Man verweist dabei auf eine entsprechende Zusammenarbeit in Irak.

Al-Qaida-Nachschub könnte auch aus Jemen kommen. Die in Sanaa auch in Englisch erscheinende »Yemen Post« meldete am Montag, dass Katar Söldner suche, die mit der Freien Syrischen Armee kämpfen sollen. Die Rede ist von 10 000 arbeitslosen Kämpfern aus der Republikanischen Garde, die ihren Standort wechseln sollen. Eine Quelle für diese Informationen wird nicht genannt.

Auch deutsche Geheimdienste sind in Sachen Söldner bei den Rebellen hellhörig geworden. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz sollen rund 50 Islamisten aus Deutschland in Syrien mitkämpfen. Womöglich ist das auch von Interesse für die Abgesandten des Bundesnachrichtendienstes, die sich derzeit in Syrien um »Gefangenenangelegenheiten« kümmern.

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