Hoffnung in Nizamuddin

Ein Projekt bietet Bildungschancen für indische Mädchen

  • Von Stefan Mentschel, Delhi
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wer durch die Gassen des Viertels Hazrat Nizamuddin im Zentrum der indischen Hauptstadt Neu Delhi spaziert, fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Es gibt Hunderte kleine Läden, Werkstätten und Imbissstuben. Der Duft von Gewürzen, Räucherstäbchen und Rosenblättern mischt sich mit dem Gestank von Abwasser und Kuhdung. Im Zentrum thront das Grabmal des Sufi-Heiligen Nizamuddin Auliya, der dem Viertel im 14. Jahrhundert seinen Namen gab. Bis heute wirkt es mit seinen 20 000 Bewohnern wie ein mittelalterliches Dorf inmitten der Großstadt.

Doch in Hazrat Nizamuddin gibt es auch große Armut. Vor allem Wanderarbeiter vom Lande siedeln sich hier in der Hoffnung auf ein besseres Leben an. Viele verdingen sich als Tagelöhner und leben von der Hand in den Mund. Die hygienischen Verhältnisse sind schlecht, der Zugang zu Schulen und Krankenhäusern ist stark eingeschränkt.

Vor diesem Hintergrund entstand in Nizamuddin vor fast 40 Ja...

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