Futterpanschern auf die Finger klopfen

Niedersachsen will Betriebe schärfer kontrollieren

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Tierfutterhersteller, Landwirte und andere Produzenten von Lebensmitteln sollen künftig verstärkt kontrolliert werden, um die Verbraucher zu schützen. Regelungen dazu hat Rot-Grün im niedersächsischen Landtag jetzt auf den Weg gebracht.

Gammelfleisch im Kühlregal, Dioxin in Milch und Eiern, Schimmelpilz im Futtermais, heimlich mit Pferdefleisch gefüllte Lasagne: Von solchen Skandalen sollen Bürgerinnen und Bürger fortan verschont werden. Möglich machen will das die Regierungskoalition durch bessere Kontrollen. Mehr Personal ist dazu nötig, das kostet Geld. Zahlen sollen es all jene, die kontrolliert werden, kündigte der SPD-Abgeordnete Wiard Siebels im Plenum des Landtages an. Um die Kosten für die Untersuchungen zu decken, müssten von den Landwirten und anderen Unternehmen Gebühren kassiert werden. Bäuerliche Familienbetriebe sollen von dieser Belastung weitgehend ausgenommen werden, ergänzte Agrarminister Christian Meyer (Grüne). Keinesfalls wolle die Landesregierung die Existenz kleiner und mittlerer Unternehmen gefährden.

Härtere Sanktionen geplant

Schmerzhafter auf die Finger klopfen sollen die Behörden künftig den Verursachern von Lebensmittelskanda...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.