Werbung

Kindertag

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

nd-Zeichnung: Wanja Wegener
nd-Zeichnung: Wanja Wegener

Es gibt eine Version der Geschichte vom Kindertag, in der spielt der chinesische Konsul in San Francisco eine wichtige Rolle: Er veranstaltete 1925 ein Drachenbootfest zugunsten von Waisen, und weil im weit entfernten Genf gerade eine Konferenz die Erklärung zum Schutze der Kleinsten verabschiedete, bürgerte sich der 1. Juni als Kindertag ein. Freilich nicht überall: 1954 empfahl die Vollversammlung der Vereinten Nationen ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten. Die UNO feiert diesen am 20. November - man überließ es aber den Ländern, sich ein eigenes Datum zu wählen.

Und so wird heute der Kindertag quer durchs Jahr begangen: Die Argentinier feiern ihren Nachwuchs am zweiten Sonntag im August, im benachbarten Bolivien findet der Dia del niño dagegen am 12. April statt, während die Kinder ein paar Kilometer weiter in Brasilien erst sechs Monate später dran sind. Indien (14. November), Finnland (20. November), Mexiko (20. April), Südkorea (5. Mai), Tunesien (11. Januar) und andere Länder haben natürlich ihre eigenen Kindertage.

Was der Tradition des 1. Juni aber zumindest in Osteuropa keinen Abbruch tat. Auch wenn wie schon in der alten Bundesrepublik heute hierzulande der Weltkindertag am 20. September begangen wird, lebt doch in Deutschland die Idee des Internationalen Kindertags fort, der auch in der DDR am 1. Juni gefeiert wurde. Wofür übrigens nicht nur ebenso traditionsbewusste wie längst erwachsene Menschen sorgen, die sich das Kindsein zumindest insgeheim bewahrt haben. Sondern zum Beispiel auch der Deutsche Verband der Spielwaren Industrie e.V. Der vertritt die Spielwarenbranche und hat seinen Sitz in Stuttgart - und pocht doch auf den 1. Juni als Kindertag.

Für die Eltern und Kinderlosen, die groß gewordenen Kinder und Kind gebliebenen Erwachsenen beim »neuen deutschland« ist das Datum aber nicht deshalb, sondern trotzdem Anlass, sich den Rackern und Rabenmüttern, den Hosenscheißern und Hausmännern, den Sorgen der Kleinen und ihren großen Wünschen zuzuwenden: in einer Sonderausgabe über Kinderglück und Kinderleid, mit Kinderzeichnungen von nd-Redakteuren und einem Gespräch über das Kinderkriegen im Kapitalismus.

Kinderkram im besten Sinne also. Spannende Lektüre wünscht Ihnen und Ihren Kindern, so alt diese auch sein mögen

Tom Strohschneider.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!